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2. Skępe.

Skępe ist eine kleine Stadt, die 1445 gegründet wurde. Es ist mit dem zurzeit in seinen Grenzen liegenden Dorf Wymyślin verbunden, in dem sich in einer von der Architektur her sehr wunderschönen Klosteranlage der Marienwallfahrtsort der Gottesmutter von Skępe befindet. Die wald- uns seenreiche Umgebung von Skępe verleiht der Stadt einen zusätzlichen Reiz. Die Seen Wielkie, Święte und Mień sowie das in der Nähe gelegene Naturschutzgebiet „Torfowisko Mieleńskie” [Torfmoor von Mielno] machen die Umgebung von Skępe für Touristen attraktiv. . Am Markt von Skępe befinden sich kleine Bürgerhäuser, die mit charakteristischen kleinen Stockwerken in den Giebeln Ende des 18. Anfang des 19. Jahrhunderts im Barockstil bzw. im klassizistischen Stil gebaut wurden. Sie bilden Paradebeispiele für die typische alte Bauweise der kleinen Städte. In der 1508-1510 im Renaissancestil errichteten und im Barockstil ausgebauten Klosteranlage wird Marienkult praktiziert, dem eine gotische Statue der Gottesmutter, der heiligen Frau und Dienerin des Herrn von 1496 zugrunde liegt, die im gesegneten Zustand dargestellt ist. Seit 1608 zieht die Statue zahlreiche Pilger, die am 7. und 8. September am Tage der Gottesmutter Maria der Säerin aus Masowien, Kujawien und dem Dobriner Land nach Skępe kommen.

Der Marienwallfahrtsort von Skępe wird auch als das kleine Tschenstochau bezeichnet.

Die harmonisch errichtete Klosteranlage besteht aus einem Kloster, einer Kirche, einem mit Kreuzgängen umgebenen Innenhof mit einer in der Mitte errichteten Hl. Barbara-Kapelle von Anfang des 18. Jahrhunderts. Die Klosteranlage wirkt mit zwei Türmen und Einfahrtpforte von der Straße her wie eine Wehrresidenz. Die Kirche im Inneren sowie die Annakapelle sind mit schönen Wandmalereien versehen, die nach 1767 vom Ordensbruder Walenty Żebrowski. gemalt wurden. Im Chorraum befindet sich ein erhaltenes Epitaph für den Woiwoden von Płock Ignacy Zboiński und seine Frau Salomea. Die Innenausstattung der Kirche entstammt dem Barock- bzw. Rokokostil. In der Nähe der Klosteranlage befinden sich ein Gebäude einer alten Gastwirtschaft aus dem 19. Jahrhundert und ein altes Holzforthaus. Mit Skępe war Gustaw Zieliński (1809-1881) eng verbunden. Er war ein vorbildlicher Patriot, sozial und wirtschaftlich engagierter Mensch, Schriftsteller, Historiker, Sammler, Bibliothekstifter. Wegen seiner Beteiligung am Novemberaufstand (1831) wurde er mit Konfiszierung seiner Güter und mit einer zehnjährigen Verbannung nach Sibirien bestraft. Er ist Herausgeber der ersten Sammelausgabe der Werke von Jan Kochanowski.

 

An der Wielkie-See befinden sich zwei organisierte Badestellen und eine Ferienzentrum.

In Skępe Und seiner Umgebung gibt es auch viele Hotels und Raststätten. Im Landschaftsschutzgebiet „Jeziora Skępskie [Skępno-Seen] befinden sich Natur- und Waldwanderwege.

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